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„Sports & Stripes – Der Familientag in der BallinStadt“
06. August 2009, Pressemitteilung Betriebsgesellschaft BallinStadt mbH

Am Samstag, den 19. September 2009, lädt die BallinStadt in Kooperation mit ausgewählten Sportclubs zum „Sports & Stripes – Der Familientag in der BallinStadt“ ein. Freuen Sie sich auf einen Erlebnistag für Jung und Alt, an dem mehrere US-Sportarten wie Football, Baseball, Basketball und Lacrosse gezeigt und natürlich auch ausprobiert werden können! Die Veranstaltung im Bereich des BallinParks ist kostenfrei.

Von 10 bis 18 Uhr präsentiert die BallinStadt am Samstag, 19. September ein abwechslungsreiches US-Sportprogramm in Zusammenarbeit mit den Hamburger Sportclubs HTHC Hamburg Warriors Lacrosse, den SG Harburg Baskets, der Baseballmannschaft der Hamburg Dodgers sowie der American Football Mannschaft der Hamburg Ravens und den Elbstromern des Get the Kick e.V.. Für passende musikalische Unterhaltung sorgt die Magic Melody Marching Band.

Die Sportclubs präsentieren die jeweilige Sportart mit repräsentativen Spielzügen als Scrimmage, erklären die Regeln und überlassen Neugierigen auch selbst das Feld zum Ausprobieren. Beim „Fastest Shot Contest“ treten Lacrosse, Football und Baseball gegeneinander an, um endgültig zu klären, welcher Sport der schnellste ist.

Oldtimer-Fahrer präsentieren ihre Autos und ziehen im großen Corso über das Parkgelände. Das schönste Auto wird prämiert. Natürlich kommt auch das leibliche Wohl nicht zu kurz: Neben dem an das Museum angeschlossene Restaurant „Nach Amerika“ mit typisch amerikanischen Speisen stehen auch Grill und Getränkestand an der Parkanlage für den kleinen oder großen Hunger bereit.

„Mehr als alles andere vermag der Sport Länder und Nationen zu verbinden. Was in Deutschland der Fußball schafft, sind in Amerika Football, Baseball, Basketball und auch Lacrosse - und das bereits seit über 100 Jahren, als die USA von einer Vielzahl unterschiedlicher Kulturen durch die stetig eintreffenden Immigranten geprägt wurde.“ (Geschäftsführer Volker Reimers)


Der Ursprung: Geschichte der US-Sportarten

Alle vier Sportarten verbindet eine lange Historie. So datiert ein Vorreiter des standardisierten Lacrosse zurück ins 15. Jahrhundert: Nordamerikanische Ureinwohner spielten mit Teams zwischen 100 und 1000 Mann mit Toren, die zwischen 250 und mehreren Kilometern entfernt waren, das indigene Spiel. Ein Missionar beschrieb im 17. Jahrhundert diesen teils tagelang andauernden Sport und verglich den geschwungenen Schläger mit dem „Crosier“ eines Bischofs. 1867 standatisierte der kanadische Zahnarzt W. George Beers das zunehmend auch bei den Einwanderern beliebte Spiel mit einer definierten Spielfeldabmessung, Anzahl von Spielern pro Team und Grundregeln. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts erfreut sich Lacrosse auch über Australien und England hinaus wachsender Beliebtheit. Das Team der HTHC Hamburg Warriors stellt u.a. auch Mannschaftsmitglieder der Lacrosse Nationalmannschaft.

Auch der American Football basiert auf einer vorangegangenen Sportart, die als „running game“ bzw. auch als „kicking game“ bezeichnet wird. Als Geburtsstunde des American Football gilt eine Begegnung der Universitätsmannschaften von Rutgers und Princeton in New Brunswick im Jahr 1869. Doch erst die Zusammenkunft des kanadischen Rubgy-Teams der McGill-Universität aus Montreal und der Football-Manschaft der Harvard University 1874 regte zu gemeinschaftlichen Kompromissregeln an, die zwei Jahre später in ein erstes verbindliches Regelwerk übergingen. American Football, Baseball und Basketball sind die bekanntesten amerikanischen Ballsportarten. In Hamburg allein existieren 21 Teams, unter denen auch die in Harburg ansässigen Hamburg Ravens aktiv sind und derzeit den 2. Platz in der Verbandsliga Hamburg/Schleswig-Holstein innehaben.

Eines der ersten Dokumente, die von einem Spiel namens base ball berichtet, datiert auf das Jahr 1744 in England. 1796 wird es von einem deutschen Sportpädagogen in dessen Buch Spiele zur Übung und Erholung des Körpers näher beschrieben. Seit dem späten 18. Jahrhundert wird das englische Baseball auch in den USA gespielt. Baseball basiert wie auch Cricket auf eine Spielform, bei der Schläger und Ball verwendet werden. Im 14. Jahrhundert wird erstmals eine solche Kombination beschrieben, auch wenn das rudimentäre Zusammenwirken von Ball und Schläger sogar aus Überlieferungen aus dem alten Ägypten schon bekannt war. Der erste dokumentierte Baseball-Verein in den USA wurde 1845 gegründet: die New York Knickerbockers. Dieser Verein bemühte sich auch erstmals ein Regelwerk für Zweifelsfälle zu erstellen – in dem jedoch nicht die vollständigen Regeln in Standardsituation beschrieben war. Bei früheren Teams warfen beispielsweise die Pitcher noch von unten, später musste von oben geworfen werden. Baseball war allerseits sehr beliebt: So existierte während der Ära der Rassentrennung auch eine „Negro Leagues“. In den 1990er Jahren erlitt Baseball in den USA einen langsamen aber spürbaren Rückschlag. Durch ständig drohende Streiks, Gier der Clubbesitzer und der Spieler schwand das Interesse und die Beliebtheit. Erst durch einen neu aufgestellten Rekord von 2632 in Folge gespielten Spiele wuchs erneut das Interesse der Zuschauer. Kurze Zeit später wurde auch ein neuer Rekord von 70 Home Runs erreicht. In Europa gelten die Niederlande und Italien als führende Baseball-Nationen, Deutschland erreichte 2005 mit seiner Nationalmannschaft einen guten vierten Platz bei der Europameisterschaft in Prag. In Hamburg gibt es Beispielsweise die  Hamburg Dodgers.

Im Gegensatz zu den drei vorgestellten Sportarten wurde Basketball von einer einzelnen Person erfunden. Der kanadische Arzt und Pädagoge James Naismith suchte 1891 nach einer Möglichkeit, eine weniger kampfbetonte Sportart zu entwickeln. Ziel war es, seine Studenten im Winter abzulenken. Durch die Versetzung des Zielkorbes auf eine andere Ebene versprach er sich eine Minderung der Verletzungsgefahr. Die heute noch gültige Aufhänghöhe des Korbes von 3,05 Metern entspricht der eher zufällig gewählten Höhe des Hausmeisters für die Pfirsichkörbe, die er für das Spiel anbrachte. Um eine Intervention durch das Publikum zu verhindern, wurde der Korb durch ein Brett auf der Rückseite abgeschirmt. Zusammen mit der Schulsekretärin stellte Naismith 13 Grundregeln auf, die auch heute noch fast in der ursprünglichen Form erhalten sind. Das erste offizielle Basketballspiel fand 1892 statt, ein Jahr später folgte ein erstes Basketballspiel der Frauen. Auch Basketball erfreute sich innerhalb kurzer Zeit wachsender Beliebtheit. 1902 wurden die Regeln in die deutsche Sprache übersetzt. In den 1930er Jahren bemühte sich der Lehrer Hermann Niebuhr um eine Verbreitung der Sportart in Deutschland. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Spielbetrieb wieder aufgenommen und der erste deutsche Basketballverband gegründet, der Hamburger Basketball-Verband e.V. 1949 folgte die Initiierung des Deutschen Basketball Bundes in Düsseldorf. Die Harburg Baskets haben in der vergangenen Saison mit dem Damen Basketballteam den 5. Platz in der Regionalliga Nord erreicht.




 
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